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29.11.2021 20:35 Alter: 173 Tage

Frauenfußball: SCT geht 3:2-Befreiungsschlag gegen den SV Hodenhagen in die Winterpause

Rubrik: Frauenfussball

©DK: In geschlossen starker Teamleistung setzte sich der SCT gegen den SV Hodenhagen durch.

(CE) Lange waren die Tewelerinnen geduldig, hielten trotz derber Niederlagen zusammen und trainierten Woche für Woche bei meist guter Beteiligung dafür, sich im Team selbst aus ihrem Leistungstief herauszuarbeiten. Am vergangenen Samstag gegen den SV Hodenhagen belohnten sie sich dann endlich für all ihre Mühen. Mit einer starken Teamleistung auf allen Positionen kam der SCT nach 0:2 Rückstand kurz vor der Pause auf 1:2 heran und drehte die Partie schließlich mit 3:2 zu ihren Gunsten.

Zunächst schien sich auch diese Begegnung in die lange Niederlagenserie mit meist frühen Gegentoren einzureihen: Bereits in der fünften Spielminute unterliefen die Hodenhagenerinnen im Halbfeld nach individuellem Fehler das Teweler Aufbauspiel und bedienten hiervon ausgehend sofort ihre schnelle Stoßstürmerin. Diese erlief sich den Pass durch die Schnittstelle der SCT-Abwehr und brachte die Gäste mit 0:1 (5.) in Führung. Von diesem Fehler abgesehen, standen die Tewelerinnen in dieser Partie jedoch besser gestaffelt und kompakter. Auch die Zweikämpfe wurden vom Team von Christa Henniger auf dem tiefen Novemberrasen deutlich beherzter angenommen als noch in den vorigen Spielen. So auf die Defensive konzentriert blieben allerdings die offensiven Aktionen meist von Einzelakteurinnen geprägt. Einige Male gelang es den Gastgeberinnen die gegnerischen Abstöße abzufangen und im Zuge dessen direkte Angriffe auf das SV-Tor zu bringen - richtig zwingend waren diese jedoch nicht. Nach einer Ecke vor dem Teweler Tor profitierten wiederum die Hodenhagenerinnen von einer weiteren kurzen Unachtsamkeit des SCT. Denn der scheinbar schon gesicherten Ball rutschte SCT-Torhüterin Yana Meyn aus den Händen, fiel ausgerechnet einer gegnerischen Spielerin vor die Füße und konnte schließlich präzise zwischen Pfosten und Libero Britta Freytag hindurch ins Netz befördert werden - 0:2 (21.). Doch die Gastgeberinnen aus Tewel blieben bei ihrem geduldigen Spiel aus der Defensive heraus und verloren - anders als zuletzt - auch nach diesem Gegentor nicht ihre Ordnung und Ruhe. Kurz vor der Pause fasste sich dann SCT-Stürmerin Annabell Klijn ein Herz und tankte sich startend von der halblinken Seite Richtung Hodenhagener Tor durch. Im Strafraum war sie dann lediglich durch ein Foul zu stoppen, sodass der Elfmeterpfiff prompt folgte. Statt eines Dejavus erleben Tewels Akteurinnen und Zuschauer dann eine Gelegenheit zu Jubeln und Hoffnung zu schöpfen, denn dieses Mal verfehlte Christina Eifler mit ihrem Strafstoß das Tor nicht und sorgte somit für den 1:2-Anschluss (42.).

Mit diesem Treffer so kurz vor der Pause kamen die Tewelerinnen entsprechend selbstbewusst aus der Kabine. Weiterhin darauf konzentriert ihre Ordnung zu halten, wagten sie jedoch auch immer wieder druckvolle Angriffe und unterbanden so zunehmend das Hodenhagener Spiel. Wann immer die Hodenhagenerinnen doch mit ihren bewährten Mitteln versuchte, ihre schnellen Stoßstürmerinnen in Position zu bringen, gelang es den Tewelerinnen in starker Teamleistung das Aufbauspiel entscheidend zu stören, spätestens aber das reibungslose Zusammenspiel von Hanna Weidemann, Yvonne Eifler und Libero Britta machte dann jede SV-Offensivaktion zunichte. Auch am Teweler Spielfeldrand vergrößerte sich mit jeder fortschreitenden Minute die Zuversicht und der Glaube an die ersten Punkte seit langem. Und der zögerliche Spielaufbau der Hodenhagenerinnen ließ schließlich Raum für hoffnungsvolle Vorahnungen, die offenbar auch auf Tewels Annabell überging: Denn sie lief plötzlich die Abwehrreihe der Gäste früh an, setzte gleich mehrfach nach und erzwang nach einem Pressschlag den Teweler 2:2-Ausgleich (68.) geradezu. Auch wenn für den SCT diese Punkteteilung nach langer Durststrecke sicherlich schon Grund zur Freude gewesen wäre, schien nun allerdings alles möglich. Während die Gastgeberinnen von diesem Glauben angetrieben den Druck weiter erhöhten, bemühte sich auch der SV um einen weiteren Treffer. Der Kampf um jeden Ball war somit eröffnet und folgerichtig intensivierten sich die Zweikämpfe. Die Tewelerinnen hielten aber weiterhin mit und suchten immer wieder den Abschluss. Den 'Lucky Punch' führte schließlich vor dem SV-Strafraum die Ablage von Hanna auf Malin Baden herbei. Ihr Schuss aus der zweiten Reihe senkte sich genau unter die Latte und entfesselte noch etwas unsicheren aber umso lauteren Teweler Torjubel - 3:2 (85.). Die letzten Minuten warf sich der SCT dann in jeden gegnerischen Angriff und ließ sich diesen so wichtigen Sieg nicht mehr nehmen.

Nach dem Schlusspfiff brachen sich Erleichterung und Freude auf Teweler Seite durch lautstarke Jubelszenen Bahn. Wenngleich natürlich die erkämpften Punkte dem SCT-Konto guttun, sorgte vor allem die geschlossen starke Teamleistung, in der jede für jede mitlief und aushalf, für die so lang ersehnten Glücksgefühle. Mit diesen Empfindungen und dem Wissen darum, die Wende aus eigener Kraft herbeigeführt zu haben, geht es für den SCT nun deutlich zuversichtlicher in die Winterpause.

Spielfilm:

Tore: 0:1 Laura Menzel (5.), 0:2 Theresa Jürgens (21.), 1:2 Christina Eifler (FE, 42.), 2:2 Annabell Klijn (68.), 3:2 Malin Baden (85.).

Aufstellung: Yana Meyn, Britta Freytag, Anna-Lena Rogge, Hanna Weidemann, Yvonne Eifler, Kerstin Witte, Christina Eifler, Madleen Freißmann, Alina Waidhas, Annabell Klijn; eingewechselt: Juna Anhalt, Beke von Fintel.